Solidarisches Netzwerk von Nachbarschaft und Gewerbetreibenden in Berlin-Kreuzberg

Areal Ratibor 14 – Ende dem Nebel – Stadtentwicklung der besonderen Art

! Ende dem Nebel

Das drei Hektar Große Gelände in Kreuzberg direkt neben dem Landwehrkanal an der Grenze zu Neukölln und Treptow hatte bis vor einiger Zeit gute Aussichten zu einem Vorzeigeprojekt für die sogenannte „Kreuzberger Mischung“ zu werden. Gewerbe, Unterbringung von Geflüchteten, Wagenburg, Kita, Anwohner*innen sind hervorzuhebende Aspekte der zeitgemäßen stadtplanerischen Herausforderung. Zufriedenstellende Lösungen konnten tatsächlich gemeinsam in Werkstattprozessen erarbeitet werden. Doch dann kündigte die Senatsverwaltung für Finanzen vor einiger Zeit völlig überraschend an, dass die gesamte Fläche an die Berlinovo Grundstücksentwicklungs GmbH (BGG) gehen soll.



15. August 2019

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, es gibt Neuigkeiten

Die wohl künftige Eigentümerin, die Berlinovo Grundstücksentwicklungsgesellschaft GmbH (BGG), hat darüber informiert, in welcher Form das von uns genutzte Areal bebaut werden soll.

Die geplante Form der Bebauung presst nicht nur den Jockel-Biergarten in die Enge und zwingt Wagenplatz und Kita-Gärtchen zum Umzug, sondern zerstört -neben vielen Stadtäumen- auch eine als Naturdenkmal geltende, 140 Jahre alte Ulme. Den Bauantrag muss die BGG wegen des Sonderbaurechtsparagraphen 246 BauBG bis Ende des Monats eireichen, ein Bürgerbeteiligungsverfahren ist hier nicht vorgesehen.


Wir finden: Geflüchtete sind auf dem Areal herzlich willkommen und sollen guten Wohnraum finden! Was niemand braucht, ist eine von Landes-Finanzpolitkern verhunzte Stadplanung. Und die geht den ganzen Kiez an.

Am kommenden Montag, den 19. August ab 19 Uhr möchten wir euch zu einer Informationsveranstaltung im Biergarten Jockel einladen, bei dem wir gemeinsam mit der „Nachbarschaftsinitiative Ratiborstraße und Umgebung“ zum aktuellen Stand berichten und gemeinsam über verschiedene Formen des Protests diskutieren.

Desweiteren ist der Abend der Abschluss einer Unterschriftenaktion der Nachbarschaftsinitative, mit der die Bezirksverordnetenversammlung dazu aufgefordert wird, sich nochmal mit der Ratiborstraße, mit gutem Geflüchtetenwohnen und Stadtgrün zu beschäftigen. Über 1000 Unterschriften sind bereits gesammelt, jede weitere hilft. Bis Montag und herzliche Grüße!

Euer Areal Ratiborstraße 14 e.V.
Aktuelles und Bilder der geplanten Bebauung auch hier:
http://twitter.com/areal_ratibor14

Montag, 19. August ab 19 Uhr – Informationsveranstaltung im Biergarten Jockel

15. Juli 2019

Wir bitten euch um Unterstützung – wir brauchen 1.000 Unterschriften!

Auf dem Areal Ratiborstraße 14 soll für die Unterbringung von Geflüchteten gebaut werden.
Wir begrüßen es sehr, dass in unserem Kiez Geflüchtete ein Zuhause finden. Seit einem Jahr wird von den Nutzer*
innen des Areals und dem Bezirk an einem Konzept gearbeitet. Der Senat hat sich darüber hinweggesetzt
und das Bauvorhaben an sich gezogen.

Es wurde nun ein Einwohnerantrag an die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg formuliert.
Dafür werden Unterschriften gesammelt. Worlaut der Initiative: „Wir freuen uns über jede Unterstützung. In dem Antrag beschreiben wir die Situation, fordern, dass der Bezirk das Bauvorhaben wieder an sich zieht und sich dafür einsetzt, dass der Senat grundsätzlich keine neuen Gemeinschaftsunterkünfte mehr baut, sondern Sozialwohnungen mit einem festgelegten Kontingent für Geflüchtete.“

gefordert wird:

• Keine Verdrängung des Gewerbes, des Wagenplatzes, der Kita und den Erhalt der Stadtnatur.
• Bürgerbeteiligung und ein transparentes Verfahren.
• Bau von Wohnungen für Geflüchtete statt Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft.
• Das Bauvorhaben soll zurück an den Bezirk gehen.

Nachbarschaftsinitiative Ratiborstraße und Umgebung
Kontakt:
nachbarschaftR14@gmail.com

Weitere Informationen und Download der Unterschriftenliste hier:

Wir bitten euch um Unterstützung – wir brauchen 1.000 Unterschriften!
Einwohnerantrag der Nachbarschaftsinitiative Ratiborstraße und Umgebung – Unterschriftenliste







*Donnerstag 13. Juni* die gelungene, sehr kreative wie ebenso eigenwillige Protestkundgebung direkt vor der Senatsverwaltung für Finanzen, Klosterstraße Ecke Rolandufer.
dazu der „Tagesspiegel“: # Heiße Woche um das Areal Ratiborstraße 14 #

Mehr ganz Aktuelles zum Thema, direkt von der „Initiative zum gemeinnützigen Ausbau der Kleingewerbe-, Kultur-, Wagenplatz- Grünflächen am Kreuzberger Dreiländereck„, immer hier: https://twitter.com/areal_ratibor14



Die „taz“ untersuchte die Misere bereits in ihrem Artikel vom *21. Februar* genauer:
#Areal Ratiborstraße 14 droht das Aus – Senat verkauft die Fläche#

Ein weiterer Artikel in der „taz“ vom *12. Juni* : Modellprojekt in Kreuzberg# Zukunft wird zersägt #Die Ratibor14 in Kreuzberg sollte ein Vorzeigeprojekt werden. Jetzt gerate es zum Alleingang der Finanzverwaltung, warnen Initiativen.
Grundsätzlich Infos auch hier: http://www.ratibor14.de oder übergreifended in den News: https://www.google.com/search?biw=1680&bih=954&tbm=nws&q=ratiborstra%C3%9Fe+14&oq=ratiborstra%C3%9Fe+14

Handwerker*innen und Nachbar*innen unterschiedlichster Herkunft zogen am *Donnerstag 20. Juni* mit dem Slogan „OHNE UNS BAUT NIEMAND!“ friedlich durch den Reichenberger Kiez in Kreuzberg: „Wenn der Senat diese Signale nicht versteht, wissen wir auch nicht mehr“ – Die Spontandemo mündete in ein Fest auf dem Areal Ratiborstraße 14, auf dem sich die Werkstätten der Gewerbetreibenden befinden. „Pastor Leumund“ unterstützte den Protest auf seine Art. Video: https://youtu.be/Vg1tTaAzB5A


Pastor Leumund

Werkhof in der Ratiborstr. 14F

Medienecho

Berliner Woche 26.6.19 – Nutzer protestieren gegen Pläne der Senatsfinanzverwaltung Der Protestzug war schon wegen seiner Lautstärke und mancher schwerer Wagen nicht zu übersehen und überhören. Die Transparente taten ein übriges. Neben bekannten Slogans wie „Wir bleiben alle“ oder „Refugees welcome“ stand auf einem Transparent auch „Ohne uns baut hier niemand“. Das klingt entschieden, allerdings ist fraglich, ob sich das so durchsetzen lässt.

taz 21.2.19 – Areal Ratiborstraße 14 droht das Aus – Senat verkauft die Fläche – Eigentlich sollte ein Vorzeigeprojekt für gemischtes Wohnen von Geflüchteten, Anwohner*innen, eine Kita und lokales Handwerk entstehen.

Tagesspiegel 31.1.19 – Areal Ratibor soll „integratives Modellprojekt“ werden – Es ist eine attraktive Lage, nah am Wasser: das Areal Ratiborstraße 14. Hinter dem Grünstreifen mit Tischtennisplatten, Biergarten, Kita, Wagenplatz und Spielplatz arbeiten 20 Handwerksbetriebe für Holz- und Metallbau.

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