Solidarisches Netzwerk von Nachbarschaft und Gewerbetreibenden in Berlin-Kreuzberg

Wir protestieren gemeinsam den ganzen Sommer über auf der Straße
gegen die Verdrängung von Kisch & Co in der Oranienstraße 25!

Auch das siebente Mal am vergangenen Mittwoch den 7. Oktober 2020 hatten sich zur Kundgebung: *Volle Breitseite #7 für die Oranienstr. 25* Künstler*innen zur Unterstützung angesagt. Darunter die Opernsängerin „Marieke Wikesjo„, auch engagiert in der Protestoper „Lauratibor„, sowie der Kabarettist Fil„. Dazu zahlreiche informative Redebeiträgen wie zum „Black Rock Tribunal„, der „Liebig 34„, der „Interkiezonale„, dem historischen „Gesetzentwurf für ein Gewerbemietrecht“ oder den „5Häusern„.

Außerdem ging es in eine weitere Runde unserer „Bist du es…? -Aktion„:
Wir wollen immer noch herausfinden, welches Rausing-Familienmitglied denn genau hinter dem Investment steht, damit nicht nur die Mieterinnen sondern die ganze Nachbarschaft und viele mehr ein echtes Gegenüber für ihre Anliegen haben. Da die Rausings ein Image als engagierte Philanthropinnen und Stifterinnen pflegen, wollen die Mieterinnen zudem berechtigterweise wissen, welches Image sie denn als Investor*innen anstreben und wie beides zu vereinbaren ist. Philanthropie beginnt dort, wo das Geld ‚erwirtschaftet‘ wird!

Das Motto lautete: Schnappt euch ein Plakat mit einem der Rausing-Namen – und lasst euch in der Foto-Box fotografieren. Schickt die Fotos und einen fragenden Gruß an die jeweiligen Adressat*innen – alle Infos dazu halten wir für euch bereit.

Darüber hinaus wurden und werden weiterhin jederzeit Werke (Buchseiten) für das Mega-Protest-Solibuch angenommen, 100 sind es längst, aber es gibt kein Limit nach oben. Viele davon wurden kürzlich bereits Teil einer Ausstellung in der „ngbk„, der „Neuen Gesellschaft für bildende Kunst“ im selben Haus, die ebenso betroffen ist. Wer es noch braucht kann sich gerne DinA1 Papier in geeigneter Qualität dafür im Buchladen Kisch & Co gratis zu den Öffnungszeiten oder am Abend abholen, bzw. dort fertige Werke abgeben.

Kommt weiterhin, postet, tweetet – teilt zahlreich, damit die Aktion wirkt!

Nach der Räumungsklage: Volle Breitseite #7 für die Oranienstr. 25 – facebook

Mehr zu den bisherigen Veranstaltungen hier:


Aus gegebenem Anlass

Wir stellen konsequent in gemeinsamer Abstimmung viele Infos zusammen, die den Menschen im Kiez jetzt in dieser vom Corona-Virus geprägten Zeit Orientierung verschaffen sollen.

NaGe meetings – Aktuell finden wegen der #CoronaKrise nur wenige Netzwerktreffen als Präsenzveranstaltungen statt.

Dafür finden viele Meetings im Moment als Video- oder Telefonkonferenz statt. Auch das NaGe-Netz musste sich zwangsläufig dieser Situation anpassen. Mehr dazu sowie kommende Termine sind, wenn nicht hier, auch auf unserer Facebook-Seite zu finden. Weiteres gerne jederzeit per E-Mail an das Tema: team@nage-netz.de

Falls Verdrängung droht!

Wenn Du als Gewerbetreibende/r akut von Verdrängung betroffen bist, dann resigniere bitte nicht.

Schreib uns an. Wir können gemeinsam versuchen, in der Gemeinschaft des Netzwerkes, etwas für dich zu tun. Komm gerne zu einem Treffen vorbei (im Moment haben wir zuerst Online-meetings, aber das wird sich auch wieder absehbar ändern) und/oder schreib uns als erstes eine E-Mail an team@nage-netz.de.


Aktuell im Journal

#Volle Breitseite für die Oranienstraße 25 – Performances, Songs, Redebeiträge im Sommer 2020 vor dem bedrohten Kulturstandort

Die kooperierenden Initiativen, die aktiv für Erhalt des Kulturstandort Oranienstr. 25 zusammenarbeiten, haben eine Reihe von ineinander greifende Kampagnenteile erarbeitet. Im Pandemie-Sommer des Jahres 2020 wurde u.a. eine 14-tägige Protestkundgebung auf der Straße ins Leben gerufen, zu der mit abwechslungsreichem Kulturprogramm und vorbereiteten Redebeiträgen eingeladen wird. Die übergreifende Problematik der Kündigung von wichtigem Kleingewerbe, wie auch sozialen Einrichtungen und damit der trotz dem Coronavirus weitergehende Ausverkauf der Kieze, wird im Rahmen der Kampagne vor dem Kulturstandort Oranienstr. 25 alle zwei Wochen thematisiert. Viele Projekte, Initiativen, Hausgemeinschaften, einzelne Betroffene können hier öffentlich zu Wort kommen.

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Volle Breitseite der Solidarität im Kalenderformat

Volle Breitseite der Solidarität im Kalenderformat

Seit dem Frühling 2020 ist nicht nur das Corona-Virus unter uns, sondern auch die Solidarität im Kiez gegenüber der Buchhandlung Kisch & Co und dem gesamten Kulturstandort Oranienstr. 25 nimmt in Wellenbewegungen zu. Nach dem das Haus völlig überteuert an einen Finanz-Fonds verkauft wurde, hat die neue Hausverwaltung der Buchhandlung keinen Mietvertrag mehr angeboten. Anderen im Haus wurden drastische Mietsteigerungen angekündigt. Doch so leicht sind kulturelle Kreuzberger Instanzen nicht zu verdrängen. Zusammen im Bund aus Betroffenen und solidarischen Nachbar*innen wehren wir uns  und kämpfen dafür, hier bleiben zu können. Es ist unsere Stadt und unser Kiez!

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Projektantrag: Kiezgeschichten in App und Kiezboxen

Der Kiez bleibt! Weil wir drum kämpfen und einander davon erzählen.

Nachbar*innen erzählen vom Ankommen, vom Anderssein, vom Widerständig-Werden. Ältere und Jugendliche kommen dafür zusammen und bringen die Kiezgeschichten in physische Boxen und in eine App zum Hören und Nachgehen. Basis ist das Kiez-Intranet, für alte und neue Nachbar*innen.

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Gute Nachrichten für die Ateliergemeinschaft SHOXXXBOXXX

Von Verdrängung bedrohte Ateliergemeinschaft in der Lehmbruckstraße in Friedrichshain kann bleiben. Nach breiter Unterstützung aus dem NaGe-Netz konnte der Mietvertrag verlängert werden ­zu Konditionen, die für die Künstler*innen von SHOXXXBOXXX gerade noch leistbar sind.

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Volle Breitseite #6 – Oranienstr. 25 / Kisch & Co – Bist du es?

Kisch & Co soll raus. Seit Juni dieses Jahres ist die Buchhandlung Kisch & Co. ohne Mietvertrag, weil die neue Hauseigentümerin, die Luxemburger Victoria Immo Properties V S.à.r.l., auf zahlungskräftigere Gewerbemieter*innen spekuliert. Jetzt soll Kisch & Co endgültig raus – die Räumungsklage ist zugestellt worden. Hinter dem Immobilienfonds stecken u.a. Erb*innen des Tetra-Pak-Vermögens, Mitglieder der milliarden-schweren Rausing-Familie. Auch die Verträge der anderen Mieter*innen, darunter die nGbK und das Museum der Dinge, laufen demnächst aus.

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Karstadt am Hermannplatz / Initiative

Karstadt am Hermannplatz soll abgerissen und ein Neubau nach alten Architektenplänen entstehen. Der Druck auf das Kleingewerbe entlang des Kottbusser Damm’s und an der Karl-Marx-Straße würde sich dramatisch erhöhen.
Rund um den Hermannplatz und das Thema Karstadt hat sich eine Arbeitsgemeinschaft gebildet.

Eine Initiative gegen den Abriss von Karstadt und gegen eine sogenannte „Aufwertung“ des Hermannplatzes erarbeitet Argumenationen und Widerstandskonzepte.

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Gespräch mit Stefan Matthias zum Thema “Obdachlosigkeit und Konflikte im Wrangelkiez. Was hilft?”

Die Konflikte im öffentlichen Raum im Wrangelkiez spitzen sich weiter zu. Nach dem zweiten Nachbarschaft -Austausch zu diesem Thema im Kiezanker 36 vom 03.08.2020 ist klar: die psychische Belastungsgrenze der Anwohnenden ist erreicht. Ein Aushang von Anwohnenden aus der Cuvrystraße ließ andere Nachbar*innen erschrocken aufhorchen. Aus den Formulierungen wird klar: wir, die direkten Anwohner*innen der Cuvrystraße, können nicht mehr! Es reicht uns!

Was ist los im Wrangelkiez? Wie kommt es zu dieser eskalativen Situation? Wie können die (Nutzungs-)Konflikte im öffentlichen Raum verstanden und eingeordnet werden, und was hilft?

Ein Gespräch mit Stefan Matthias. Der ehemalige Pfarrer der Taborkirche ist seit über 30 Jahren in der Obdach-Arbeit im Wrangelkiez aktiv.

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Volle Breitseite für die Oranienstrasse 25 – Verlängerung der Ausstellung in der nGbK

Die Ausstellung in der nGbK Berlin wurde verlängert und ist täglich von 15-20 Uhr zu sehen. Alle ausgestellten Werke von allen Künstler*innen werden gleichwertig in einem einzigen DIN A1 -Buch zusammengeführt. An diesem kann sich jede und jeder weiterhin mit Empörung, Wut, Liebe und Intelligenz beteiligen, auf das es ein Mega-Soli-Buch wider die Ausbeutung unserer Kieze und den Verdrängungsgversuch des Kulturstandortes Oranienstr. 25 wird.

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#Volle Breitseite – Mittwoch, 12. August 2020 – das Programm

Wir protestieren gemeinsam den ganzen Sommer über auf der Straße gegen die Verdrängung von Kisch & Co in der Oranienstraße 25!

Diesmal:
– Ausstellungseröffnung der nGbK Berlin
– Stadtpolitische Vorträge von Berthold Seliger, Matthias Coers und Peter Nowak
– Musikalische Überraschungen, u.a. von „Brezel“ von „Stereo Total“ – zusammen mit dem Kreuzberger Nasenflötenorchester wird ein Kisch & Co-Song welturaufgeführt
– Soli-Siebdruck auf mitgebrachte Materialien
– wie immer: zahlreiche Redebeiträge von stadtpolitischen Gruppen, Raum-Aktivist*innen und Unterstützer*innen aus der Nachbarschaft

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Die nächste #Volle Breitseite gibt’s schon am kommenden Mittwoch, 12. August 2020!

Der gesamte Kreuzberger Kulturstandort Oranienstraße 25 ist von Verdrängung bedroht! Die Buchhandlung Kisch & Co ist seit Ende Mai ohne Mietvertrag. Gegenüber anderen Mieter*innen im Haus wurden extreme
Mietsteigerungen angekündigt. Dahinter steht u. a. die Familie der Rausing-Milliardenerben („Tetra Pak“), die sich hinter undurchsichtigen Fonds-Gesellschaften versteckt.

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Die Stadt-Abwickler

„Wir bauen die Stadt“ sagt Matthias Groß, Geschäftsführer der Pandion. Genau das machen Unternehmen, die als Immobilienentwickler antreten wie Pandion, Signa, CG oder Edge Technologies in Berlin: Sie bauen eine funktionale, saubere aber vor allem wertsteigernde Stadt. Diese Stadt wird für privaten Investoren geplant und gebaut. Es entstehen Räume und Orte, die nicht primär den Nachbarschaften und ihren Bewohner*Innen dienen, sondern sie funktionieren als Kapitalanlagen. Diese auf den Kapitalmarkt ausgerichteten Immobilienentwicklungen haben großen Einfluss auf die Straßenzüge, Nachbarschaften und Quartiere um die neuen Gebäude herum.

Zwei solcher von Pandion zielgenau entwickelten und bereits an die Deutsche Bank verkauften Wertobjekte stehen unübersehbar an der Prinzenstraße in Berlin Kreuzberg: The Shelf und The Grid. Zwei Bürokomplexe, an der Stelle wo früher Robben und Wientjes Fahrzeuge verlieh. In den beiden Bürokomplexen werden Gewerbeflächen angeboten, deren durchschnittliche Quadratmeterpreise einen neuen Maßstab setzen werden für die Gewerbemieten in Kreuzberg.

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Volle Breitseite – Das Mega-Protest-und-Soli-Buch

Wir haben dazu aufgerufen, auf Din A1 Blättern zum Ausdruck zu bringen, welche Gefühle oder Gedanken die versuchte Verdrängung von Kisch & Co und des ganzen Kulturstandorts Oranienstr. 25 bei euch auslösen. Schon viele haben Bilder gemalt, Slogans geschrieben oder andere Werke für das Mega-Buch gemacht. Wir werden alles sammeln, hier auflisten und in den Social-Media-Kanälen verbreiten. Und wer weiß was noch alles draus wird …

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Volle Breitseite – Deine Postkarte aus Kreuzberg

Die kooperierenden Initiativen, die aktiv für Erhalt des Kulturstandort Oranienstr. 25 zusammenarbeiten, haben eine Reihe von ineinandergreifenden Kampagnenteilen vorbereitet. Mit den Postkarten können alle den neuen Eigentümer*innen der Oranienstr. 25 direkt schreiben, was der Kiez von der angedrohten Verdrängung hält.

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Konflikte im öffentlichen Raum im Wrangelkiez

Wie vielerorts in Berlin und anderen Großstädten ist jeder Quadratmeter umkämpft, es gibt sehr unterschiedliche Interessen, die auf kleinem Raum oft auch gegeneinander stehen. Das betrifft den Wohnraum genauso wie den Gewerberaum, den öffentlichen Straßenraum ebenso wie die Grünflächen und Plätze. Das gilt im Görli genauso wie in der Cuvrystraße. Und je höher der Verdrängungsdruck, je größer der eigene Stress, desto weniger Kraft bleibt übrig, um diejenigen, die ganz anders sind, die sich im öffentlichen Raum auffallend oder ungewohnt verhalten, noch gut auszuhalten und vielleicht sogar zu unterstützen.

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Entmietung der Buchhandlung Kisch & Co: Eigentümerseite baut neue Drohkulisse auf

PRESSEMITTEILUNG: Wir, die Betreiber*innen, Mitarbeiter*innen, Kund*innen, Anwohner*innen und zahlreichen Unterstützer*innen der Buchhandlung Kisch & Co. in der Oranienstraße 25 in Kreuzberg, protestieren mit Nachdruck gegen den erneuten Versuch, den Kiezbuchladen zu verdrängen.

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Corona-Soforthilfen im Überblick

Hier haben wir für euch die Berliner Soforthilfen für Unternehmen und Selbstständige in der Corona-Krise mit weiterführenden Links zusammengefasst. Aktuell können noch Anträge für die Soforthilfe III (Zuschuss für Solo-Selbstständige, Kleinstunternehmen und Freiberufler*innen) und Soforthilfe V (Zuschuss zum KfW-Schnellkredit) gestellt werden.

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Soforthilfe V: Corona-Zuschuss in Verbindung mit KfW-Schnellkredit

Das Land Berlin hat ein weiteres Zuschussprogramm auf den Weg gebracht: Antrag auf Soforthilfe V stellen können Berliner Betriebe mit mehr als 10 und bis zu 100 Mitarbeiter*innen, nachdem sie entweder einen KfW-Schnellkredit bereits beantragt haben oder nach Prüfung nicht beantragen konnten, z. B. weil Überschuldung droht. Die Verwendungsmöglichkeiten der Soforthilfe V richten sich danach, ob der KfW-Kredit in Anspruch genommen werden konnte oder nicht. Die folgende Grafik der IBB zeigt die Optionen:

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Corona-Eindämmungsmaßnahmen: Aktuelle Regelungen für Einzelhandel, Gastronomie- und Kulturbetriebe

Hier halten wir euch auf dem Laufenden über Änderungen der Berliner Eindämmungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus. Seit dem 07.05. gibt es Neuerungen für Gastronomie, Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege und auch bei Versammlungen gibt es weitere Lockerungen:

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Kisch & Co bleibt!

Die Buchhandlung Kisch & Co besteht bereits seit 23 Jahren in der Oranienstraße. Mit ihren zahlreichen Kulturveranstaltungen ist sie ein geschätzter Begegnungsort im Kiez und neben anderen alteingesessenen Läden ein Anziehungspunkt für die Nachbarschaft und Tourist*innen gleichermaßen. Nach einem Eigentümerwechsel Anfang 2020 wollen die neuen Eigentümer nun den Mietvertrag für Kisch & Co nicht verlängern. Wirkliche Verhandlungen haben bisher nicht stattgefunden, und so sieht es nun aus, als müsste die Buchhandlung Ende Mai schließen. Mit einer vielfältigen Aktion der Solidarität bringen Nachbar*innen in kurzen Videos ihre Unterstützung für den Erhalt der Kiez-Buchhandlung zum Ausdruck.

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Nachbarschaft für Kisch & Co: Video-Statements

Mit einer langen Reihe von einzelnen Videos zeigen Menschen ihre Solidarität gegenüber der Buchhandlung „Kisch & Co«, der die Verdrängung aus der Oranienstraße droht. Es ist eine Dokumentation der vielfältigen Bedeutung des Ladens für den Kiez, für die Menschen für den Zusammenhalt. Wir haben hier alle Videos auf einer Website vereint.

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Medienecho zum Kampf um Kisch & Co

Unterstützung durch Nachbarschaft und Politik: Anwohner*innen, Kneipen- Ladenbetreiber*innen, stadtpolitische Gruppen, Die Linke, die SPD und die Grünen – alle sprechen sich deutlich für den dringend notwendigen Erhalt des Buchladens aus. Entsprechend breite Aufmerksamkeit erlangt die versuchte Verdrängung des Buchladens in den Medien.

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Schutz vor Zahlungsverzug während der Corona-Krise

Seit dem 1. April gelten neue gesetzliche Regelungen, die es Gewerbetreibenden ermöglichen, das Bezahlen von betriebsnotwendigen Verbindlichkeiten hinauszuzögern. Wann und in welchen Fällen der Schutz vor Zahlungsverzug gilt und was die Schufa dazu sagt, haben wir hier für euch zusammengefasst.

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Gemeingut Nachbarschaft in der Corona-Krise:

Viele Läden können derzeit zwar nicht betreten werden, aber sie bieten trotzdem ihre Produkte an. Andere brauchen dringend Unterstützung, um weiter durchzuhalten. Die Gruppe Neukölln Solidarisch hat eine Online-Karte entwickelt, die Auskunft darüber gibt, welche Leistungen die verschiedenen Läden derzeit noch aufrechterhalten. Alle können helfen, die Karte mit mehr Information zu unseren liebsten Läden und Orten zu befüllen!

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Zur Kurzarbeit gehört die Kurzmiete

In der Coronakrise gilt die deutsche Erfindung der ›Kurzarbeit‹ wieder als Garantie dafür, dass die Wirtschaft einigermaßen unbeschadet über die Zeit des Shutdowns kommen wird. Schon 2008/2009 während der Finanzkrise konnte Deutschland mit der Kurzarbeit eine massenhafte Arbeitslosigkeit verhindern. Länder ohne solch eine Regelung wurden dagegen tief in eine lang anhaltende Rezession gerissen.
Diesmal wird uns ein Garantiesystem für Arbeitsverhältnisse aber nicht reichen. Die Gesellschaft braucht jetzt eine legale Lösung, damit die Pflicht zum Bedienen von Dauerschuldverhältnissen ausgesetzt und anteilig vom Staat übernommen werden kann. Deutschland braucht jetzt die ›Kurzmiete‹.

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Ausnahme-Mietrecht: Keine Kündigung bei Mietschulden aus der Corona-Krise

Vorläufig geben Mietschulden, die während der Corona-Krise entstanden sind, Vermieter*nnen keinen Kündigungsgrund. Doch die Ausnahmeregelungen schützen Gewerbetreibenden nicht vor langfristigen Folgen. Denn es bleibt grundsätzlich dabei: Miete muss bezahlt werden und Vermieter*innen können auf ausbleibende Mietzahlungen hohe Verzugszinsen aufschlagen.

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Corona-Grundsicherung

Die schnell auf den Weg gebrachte Soforthilfe II für Solo-Selbständige, Freiberufliche und Kleinstunternehmen soll für die Betroffenen die berufliche und betriebliche Existenz in den nächsten 3 Monaten absichern, doch eine andere Frage bleibt für viele: Wie bezahle ich meine Lebenshaltungskosten?

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Das NaGe-Netz war zu Gast im StudioAnsage/FRBB

Das NaGe-Netz war zum Interview eingeladen ins Studio Ansage in Friedrichshain. Im Rahmen der Sendung Berliner Runde am 1. April 2020 mit dem Titel Recht auf Stadt #1 – Bedrohte Räume und Berlins neue Beteiligungskultur erläuterte Nada die Zielsetzungen des Netzes. Hier der etwa 25-minütige Ausschnitt aus der zweistündigen Gesamtsendung.

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Shoxxxboxxx – Lehmbruckstr. 15 in Friedrichshain – eine Ateliergemeinschaft unter Verdrängungsdruck

Bereits seit 2011 ein Teil der lebendigen, unabhängigen Künstlerszene in Friedrichshain. Abseits vom akademischen Ernst zeitgenössischer Kunst und arrivierten Mainstream Trends entstehen in der SHOXXXBOXXX Kunstwerke und Ideen, die sich aus sämtlichen Mitteln der urbanen, kreativen Szene speisen.

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Forderungen JETZT

In der #CoronaKrise sind die Betreiber*innen von Läden, Handwerksbetrieben, Dienstleistungsbetrieben, sozialen Einrichtung, Cafés und Restaurants oder anderen Kleinbetrieben besonders hart getroffen. Ihre Geschäfte sind geschlossen und sie haben keine Einnahmen mehr. Eine große Pleitenwelle droht, Beschäftigungsverhältnisse werden verloren gehen und viele müssen enorme Schulden aufhäufen, die sich kaum je wieder abarbeiten lassen. Darum unsere:

Corona: Antragstellung für Soforthilfe II

Direkt-Zuschüsse aus Landes- und Bundesmitteln zur Sicherung der beruflichen oder betrieblichen Existenz während der Corona-Krise. Anträge stellen können Berliner Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen oder Kleinstunternehmen mit maximal 10 Mitarbeitenden. Dazu zählen auch eingetragene Vereine. Wie läuft die Antragstellung?

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Baustelle Gemeinwohl – Neue Kooperationen für leistbare Räume im Bezirk

Am Donnerstag, 29.8.19, luden die Akteure AKS Gemeinwohl, LokalBau, DIESE eG, Eine für Alle eG, Arbeitsnetzwerk-GI Xhain, Stadtbodenstiftung (CLT Berlin), NaGe-Netz und #200Häuser sowie Bezirksstadtrat Florian Schmidt zu einer gemeinsamen Infoveranstaltung in den Festsaal Kreuzberg ein.

Die Veranstaltung richtete sich an alle Menschen, die sich für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung interessieren und/oder sich dafür engagieren oder engagieren möchten.

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Kinosterben: Das älteste Kino Berlins, das „Moviemento“, soll verdrängt werden

Das „Moviemento“ am Kottbusser Damm, bekannt über Jahrzehnte durch Independent-Filme, Festivals und zahlreiche Veranstaltungen. Mitte Oktober erfuhren die Macher*innen, dass die Räume, in denen sich das älteste Kino Deutschlands seit 1907 befindet, verkauft werden sollen. Die einzige Chance das Kino zu retten scheint die Räume selbst zu kaufen, schreibt das Moviemento: „Uns liegt ein Angebot vor für den Preis von 1.85 Millionen, mit Nebenkosten sind das dann circa 2 Millionen, die wir brauchen“. Am Dienstag wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

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Was ist los mit dem Baerwaldbad?

Durch behutsamen Umgang mit dem Baudenkmal sowie einem minimalen und abgestimmten Eingriff in den Bestand soll die Grundlage für eine vielfältige Nutzung unter einem Dach geschaffen werden, um das alte Bad in einen Ort mit Strahlkraft auf die Nachbarschaft, den Bezirk, sowie die Stadt und auch über diese hinaus zu transformieren.

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Kinderladen „Trau Dich“ retten !

Der Kinderladen protestiert vehement gegen die Nichtverlängerung des Mietvertrages:
„Wir lassen uns das nicht bieten!
Es hat Verfassungsrang, dass mit Eigentum auch gesellschaftl. Verantwortung verbunden ist.
Privateigentum steht auch nach heutiger Gesetzeslage nicht über grundlegenden sozialen Bedürfnissen wie der Versorgung mit Kitaplätzen! Das Verhalten von Lämmerhirt ist allerdings ein Beispiel dafür, dass man nicht nur über die Enteignung der großen Immobilienkonzerne nachdenken sollte.
Wir fordern Politik und Verwaltung auf, jetzt alle rechtlichen, administrativen und politischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um einen weiteren Fall von Zerstörung sozialer Infrastruktur zu verhindern!

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Pandion ist kein guter Nachbar – Plakatvorlagen

Das Kölner Immobilienunternehmen Pandion AG beschenkt Kreuzberg mit zwei „Sozial. Kreativ. Grüne.“ Neubauten!
Und zwar dem „The Shelf“ & dem „The Grid“ mit über 28.000 qm Gewerbemietfläche!
Aber wer steckt wirklich hinter den „neuartigen Mooswänden“ und den „grünen Dachflächen“?

Die Plakatvorlagen über die Finanzgeber von Pandion können von allen verbreitet werden. Über die entsprechenden PDF-Links sind zudem Versionen in Türkisch, Englisch und Arabisch in hoher Auflösung zum Download + Ausdruck verfügbar.

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Areal Ratibor 14 – Ende dem Nebel – Stadtentwicklung der besonderen Art

19. Aug 2019 – Die geplante Form der Bebauung presst nicht nur den Jockel-Biergarten in die Enge und zwingt Wagenplatz und Kita-Gärtchen zum Umzug, sondern zerstört -neben vielen Stadtäumen- auch eine als Naturdenkmal geltende, 140 Jahre alte Ulme. Den Bauantrag muss die BGG wegen des Sonderbaurechtsparagraphen 246 BauBG bis Ende des Monats eireichen, ein Bürgerbeteiligungsverfahren ist hier nicht vorgesehen.

Wir finden: Geflüchtete sind auf dem Areal herzlich willkommen und sollen guten Wohnraum finden! Was niemand braucht, ist eine von Landes-Finanzpolitkern verhunzte Stadplanung. Und die geht den ganzen Kiez an.

Am kommenden Montag, den 19. August ab 19 Uhr möchten wir euch zu einer Informationsveranstaltung im Biergarten Jockel einladen, bei dem wir gemeinsam mit der „Nachbarschaftsinitiative Ratiborstraße und Umgebung“ zum aktuellen Stand berichten und gemeinsam über verschiedene Formen des Protests diskutieren.

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Pandion ist kein guter Nachbar

Am Freitag, 27.9., findet die Veranstaltung „Pandion ist kein guter Nachbar / Pandion is not a good neighbour“ um 18:00 Uhr im Prinzessinnengarten statt. Initiiert von Kunstblock & beyond werden Rechercheergebnisse zu den Finanzgebern von Pandion vorgestellt und in gemeinsamer Runde diskutiert.

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#Ora35 – der legendäre Späti in der Oranienstraße

Dieser Späti hat inzwischen weit mehr Bedeutung erlangt als jeder übliche Späti in der Stadt. Jedenfalls für den Kiez um die Oranienstrasse herum ist er längst zu einem Symbol für den entgleisten Immobilienmarkt geworden – für die Verdrängung, die in dieser Stadt seit langem in den „besonders gut gewachsen“ Kiezen tobt – für das vermeintlich ohnmächtige Kleingewerbe und dem nicht existierenden gesetzlichen Schutz dessen sowie den wachsenden Widerstand gegen diese Verhältnisse.

Mehrere hundert Menschen waren zur Kundgebung in die Oranienstrasse unweit des Oranienplatzes nahe dem Hotel Orania gekommen – und besonders viele aus ganz anderen Kiezen der Stadt. Das Thema spricht an, hat übergreifende Bedeutung für die gleiche Misere überall, nicht nur in Friedrichshain-Kreuzberg oder Berlin. So wurde es auch ein Strassenprotest mit verschiedensten Redebeiträgen am Betroffenenmikrofon, das auch hier in alter Tradition der Strassenversammlungen der gastgebenden Initiative Bizim Kiez, dafür bereitstand.

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Einladung: „Baustelle Gemeinwohl – Neue Kooperationen für leistbare Räume im Bezirk“

Am Donnerstag, 29.8.19, 18-21 Uhr, laden die Akteure AKS Gemeinwohl, LokalBau, DIESE eG, Eine für Alle eG, Arbeitsnetzwerk-GI Xhain, Stadtbodenstiftung (CLT Berlin), NaGe-Netz und #200Häuser zu einer gemeinsamen Infoveranstaltung in den Festsaal Kreuzberg ein.

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„WiderStände“ auf die Straße bringen, überall wo Verdrängung stattfindet

„Hier geschieht Verdrängung!“ – diese Botschaft sollen die WiderStände auf die Straße bringen. Die vielen Orte sollen als Einzelpunkte einer großen Stadt-verändernden Gentrifizierungsproblematik sichtbar werden. Die Hausgemeinschaften sollen dabei mit einem praktischen Projekt in ihrem Aktivismus unterstützt werden.

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Luisenstadt Genossenschaft

Am 25. April 1986 wird die Luisenstadt eG gegründet

Gründungsmitglieder sind die ehemals besetzten Häuser Oranienstr. 13, die Manteuffelstr. 40/41, 42 und 97, die Naunynstr. 77 sowie das Mietshaus Oranienstr. 5

Weil STATTBAU nur Sanierungsträger ist, muss für die Zukunft eine Rechtsform geschaffen werden, in welche die Häuser überführt werden können. In gemeinschaftlicher Initiative, an der auch S.T.E.R.N., die Nachfolgegesellschaft der Altbau-IBA, beteiligt ist, wird die Luisenstadt eG gegründet.

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Offener Brief: OraNostra fordert inhaltliche Einbindung von lokalen Initiativen bei Ausschreibung und Vergabe von Projekten im Kiez

Am Montag Abend, den 1.7.19, veröffentlichte die Initiative OraNostra einen offenen Brief, unter anderem an Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann und die BVV Friedrichshain-Kreuzberg. Die Forderungen an den Bezirk sind klar: in Kreuzberg gibt es zahlreiche Inititativen, Vereine und Strukturen, die aktiv für den Kiez arbeiten und gut vernetzt sind. Diese Akteure wollen inhaltlich an Projekten und Maßnahmen, die von Bezirk und Senat finanziert werden, beteiligt sein – an Ausschreibung wie auch Umsetzung.

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G51 Rekommunalisieren – Kundgebung vom 18. Juni 2019

Schritt eins ist geschafft. Der neue Bebauungsplan ist aufgestellt und bestimmt, dass das Gebäude zukünftig wieder als Schule genutzt werden muss. In einem weiteren Schritt wird der Rückkauf gefordert für ein „Haus der solidarischen Nachbarschaft“. Am 18. Juni fand dazu eine Kundgebung vor der ehemaligen Kurt-Held-Schule in der Görliter Straße 51 statt. Hier könnt ihr das Video von der Demo sehen.

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Im Dissens? Mapping Workshop zum Gewerbe in der Oranienstraße – 11. Mai 2019

Zwei Workshops in Kooperation zum Kartieren mit GIS (Geoinformationssystem) für Interessierte

an Gewerbeschutz und nachbarschaftlicher Zusammenarbeit
an der Oranienstrasse und ihrer Zukunft
an Kunstorten in der Oranienstrasse und deren Bezug zur (gewerblichen) Nachbarschaft

‚Die Eigentumsstrukturen der Oranienstrasse – Gemeinsam Wissen festhalten‘
* Freitag, 10.05. von 19 bis 22 Uhr mit Suppe

‚Selbst digital kartieren leicht gemacht‘
* Samstag, 11.05. von 10 bis 14 Uhr mit gemeinsamem Frühstück

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NaGe-Netz Treffen im Februar

Am Montag, 11. Februar, trafen sich wieder Nachbar*innen, Initiativen und Gewerbetreibende im Stadtteilzentrum Familiengarten und tauschten sich über aktuelle Themen, darunter Grundstück Skalitzer/Mariannenstraße und über Tourismus im Kiez aus. Infos dazu, sowie eine Umfrage der OraNostra bei Gewerbetreibenden im Oranienkiez zum Thema Tourismus findet ihr in diesem Beitrag.

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Am Kottbusser Damm wird ein Textil-Cluster zerstört * Petition

Nach der Verdrängung von »Mode Cell« und der Kündigung der Änderungsschneiderei »Singer«, steht eine weitere Dezimierung des Ökosystems der Textilwirtschaft in Nord-Neukölln bevor. Das Textilgeschäft »Kamil Mode« steht nach 16 Jahren am Kottbusser Damm 9 vor dem Aus.

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Gewerbeentwicklungskonzept für FHXB – Was bedeutet das für uns?

Ein „Gewerbeentwicklungskonzept“, das helfen soll unsere Kieze in der Mischung von wohnen und Gewerbe zu erhalten. Wir fragen, was es bringt.
Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wurde nach gemeinsamem Antrag der Fraktionen von Grünen, Linken und SPD ein Gewerbemiet- bzw. Gewerbeentwicklungskonzept beschlossen. Wir wollen über die anstehende Umsetzung und die Bedeutung für die Kieze und ihre Gewerbetreibenden sprechen.

Zur Diskussion sind mehrere BVV-ler*innen sowie Abgeordnete des Abgeordnetenhauses und Sprecher*innen der beteiligten Fraktionen eingeladen.

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Kisch & Co – Bizim Kiez – FluxFM

Am 21. März 2017 waren Esther Borkam für Bizim Kiez, sowie der Inhaber des Buchladens Kisch & Co, Thorsten Willenbrock, zu Gast in der Stadt.Land.Flux(flux.fm). Audio  – Interview am 21. März 2017

Das Thema wurde durch alle etablierten Medien weitergereicht. Weitere Protestaktionen und eine stadtweite Solidarisierung der Initiativenlandschaft folgte. Die potentiellen Nachmieter zogen sich in der Folge zurück, denn auch sie wollten offensichtlich keine gewachsenen Strukturen oder gar so stark verankerte Buchladen verdrängen. Thorsten Willenbrock, der Inhaber des Ladens, nahm die Mietsteigerung von 17 auf 20 Euro pro Quadratmeter hin als einzige Möglichkeit zu bleiben und erhielt einen Vertrag über drei weitere Jahre. 

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Über unser Netzwerk

Das NaGe-Netz verbindet die Nachbarschaft und Gewerbetreibende solidarisch im Kiez und vernetzt die stadt- und mietenpolitischen Initiativen sowie andere lokale Akteure der organisierten Zivilgesellschaft. Projektträger ist Stadtprojekte e.V. und finanziert wird das Netzwerkprojekt als FEIN Pilotprojekt.

Das NaGe-Netz arbeitet in drei Bereichen:
1. Kompetenzen bündeln und Ressourcen zugänglich machen bei monatlichen Netzwerktreffen sowie offenen Gesprächsrunden für Gewerbetreibende, Nachbar*innen und Initiativen.
2. Information und Wissen öffentlich machen: Veröffentlichungen auf Facebook und in unserem Blog.
3. Gemeinsame Projekte koordinieren, um öffentlichkeitswirksame Aktionen durchzuziehen.

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