Solidarisches Netzwerk von Nachbarschaft und Gewerbetreibenden in Berlin-Kreuzberg

Kategorie: Audio/Video

#Volle Breitseite für die Oranienstraße 25 – Performances, Songs, Redebeiträge im Sommer 2020 vor dem bedrohten Kulturstandort

Die kooperierenden Initiativen, die aktiv für Erhalt des Kulturstandort Oranienstr. 25 zusammenarbeiten, haben eine Reihe von ineinander greifende Kampagnenteile erarbeitet. Im Pandemie-Sommer des Jahres 2020 wurde u.a. eine 14-tägige Protestkundgebung auf der Straße ins Leben gerufen, zu der mit abwechslungsreichem Kulturprogramm und vorbereiteten Redebeiträgen eingeladen wird. Die übergreifende Problematik der Kündigung von wichtigem Kleingewerbe, wie auch sozialen Einrichtungen und damit der trotz dem Coronavirus weitergehende Ausverkauf der Kieze, wird im Rahmen der Kampagne vor dem Kulturstandort Oranienstr. 25 alle zwei Wochen thematisiert. Viele Projekte, Initiativen, Hausgemeinschaften, einzelne Betroffene können hier öffentlich zu Wort kommen.

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Gemeinsamer Widerstand – eine Radio Show

Der ganze Wrangelkiez hat am Samstag den 14. November 2020 Radio gehört, denn es gab eine Radio Show. Die gemeinsamen Gastgeber: Bizim Kiez, NaGe-Netz und Kotti e.V. hatten zu dieser Radio Demo gegen Verdrängung aufgerufen. Tanzende Kiezdrachen zogen begleitet von einem über 88,4 UKW zeitlich synchron ausgestrahlten Radioprogramm durch die Straßen des Kiezes. Das alles wurde zudem durchgehend über Facebook als Livestream präsentiert. Das neue Format wurde aufgrund der Corona-Pandemie ins Leben gerufen, um trotz Corona-Regeln und den damit verbundenen Personenbeschränkungen, sowie Abstandsregeln gemeinsam gegen das Problem der Verdrängung aus den Innenstädten zu demonstrieren. Denn der drohende Ausverkauf macht offensichtlich keineswegs vor einer Pandemie halt, wie die sich gerade jetzt wieder häufenden Fälle im Kiez deutlich aufzeigen. Denn die Immobilienwirtschaft versucht augenscheinlich die Situation für sich auszunutzen.

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Volle Breitseite #6 – Oranienstr. 25 / Kisch & Co – Bist du es?

Kisch & Co soll raus. Seit Juni dieses Jahres ist die Buchhandlung Kisch & Co. ohne Mietvertrag, weil die neue Hauseigentümerin, die Luxemburger Victoria Immo Properties V S.à.r.l., auf zahlungskräftigere Gewerbemieter*innen spekuliert. Jetzt soll Kisch & Co endgültig raus – die Räumungsklage ist zugestellt worden. Hinter dem Immobilienfonds stecken u.a. Erb*innen des Tetra-Pak-Vermögens, Mitglieder der milliarden-schweren Rausing-Familie. Auch die Verträge der anderen Mieter*innen, darunter die nGbK und das Museum der Dinge, laufen demnächst aus.

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Karstadt am Hermannplatz / Initiative

Karstadt am Hermannplatz soll abgerissen und ein Neubau nach alten Architektenplänen entstehen. Der Druck auf das Kleingewerbe entlang des Kottbusser Damm’s und an der Karl-Marx-Straße würde sich dramatisch erhöhen.
Rund um den Hermannplatz und das Thema Karstadt hat sich eine Arbeitsgemeinschaft gebildet.

Eine Initiative gegen den Abriss von Karstadt und gegen eine sogenannte „Aufwertung“ des Hermannplatzes erarbeitet Argumenationen und Widerstandskonzepte.

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Gespräch mit Stefan Matthias zum Thema “Obdachlosigkeit und Konflikte im Wrangelkiez. Was hilft?”

Die Konflikte im öffentlichen Raum im Wrangelkiez spitzen sich weiter zu. Nach dem zweiten Nachbarschaft -Austausch zu diesem Thema im Kiezanker 36 vom 03.08.2020 ist klar: die psychische Belastungsgrenze der Anwohnenden ist erreicht. Ein Aushang von Anwohnenden aus der Cuvrystraße ließ andere Nachbar*innen erschrocken aufhorchen. Aus den Formulierungen wird klar: wir, die direkten Anwohner*innen der Cuvrystraße, können nicht mehr! Es reicht uns!

Was ist los im Wrangelkiez? Wie kommt es zu dieser eskalativen Situation? Wie können die (Nutzungs-)Konflikte im öffentlichen Raum verstanden und eingeordnet werden, und was hilft?

Ein Gespräch mit Stefan Matthias. Der ehemalige Pfarrer der Taborkirche ist seit über 30 Jahren in der Obdach-Arbeit im Wrangelkiez aktiv.

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Volle Breitseite für die Oranienstrasse 25 – Verlängerung der Ausstellung in der nGbK

Die Ausstellung in der nGbK Berlin wurde verlängert und ist täglich von 15-20 Uhr zu sehen. Alle ausgestellten Werke von allen Künstler*innen werden gleichwertig in einem einzigen DIN A1 -Buch zusammengeführt. An diesem kann sich jede und jeder weiterhin mit Empörung, Wut, Liebe und Intelligenz beteiligen, auf das es ein Mega-Soli-Buch wider die Ausbeutung unserer Kieze und den Verdrängungsgversuch des Kulturstandortes Oranienstr. 25 wird.

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Volle Breitseite – Das Mega-Protest-und-Soli-Buch

Wir haben dazu aufgerufen, auf Din A1 Blättern zum Ausdruck zu bringen, welche Gefühle oder Gedanken die versuchte Verdrängung von Kisch & Co und des ganzen Kulturstandorts Oranienstr. 25 bei euch auslösen. Schon viele haben Bilder gemalt, Slogans geschrieben oder andere Werke für das Mega-Buch gemacht. Wir werden alles sammeln, hier auflisten und in den Social-Media-Kanälen verbreiten. Und wer weiß was noch alles draus wird …

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Kisch & Co bleibt!

Die Buchhandlung Kisch & Co besteht bereits seit 23 Jahren in der Oranienstraße. Mit ihren zahlreichen Kulturveranstaltungen ist sie ein geschätzter Begegnungsort im Kiez und neben anderen alteingesessenen Läden ein Anziehungspunkt für die Nachbarschaft und Tourist*innen gleichermaßen. Nach einem Eigentümerwechsel Anfang 2020 wollen die neuen Eigentümer nun den Mietvertrag für Kisch & Co nicht verlängern. Wirkliche Verhandlungen haben bisher nicht stattgefunden, und so sieht es nun aus, als müsste die Buchhandlung Ende Mai schließen. Mit einer vielfältigen Aktion der Solidarität bringen Nachbar*innen in kurzen Videos ihre Unterstützung für den Erhalt der Kiez-Buchhandlung zum Ausdruck.

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Nachbarschaft für Kisch & Co: Video-Statements

Mit einer langen Reihe von einzelnen Videos zeigen Menschen ihre Solidarität gegenüber der Buchhandlung „Kisch & Co“, der die Verdrängung aus der Oranienstraße droht. Es ist eine Dokumentation der vielfältigen Bedeutung des Ladens für den Kiez, für die Menschen für den Zusammenhalt. Wir haben hier alle Videos auf einer Website vereint.

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Das NaGe-Netz war zu Gast im StudioAnsage/FRBB

Das NaGe-Netz war zum Interview eingeladen ins Studio Ansage in Friedrichshain. Im Rahmen der Sendung Berliner Runde am 1. April 2020 mit dem Titel Recht auf Stadt #1 – Bedrohte Räume und Berlins neue Beteiligungskultur erläuterte Nada die Zielsetzungen des Netzes. Hier der etwa 25-minütige Ausschnitt aus der zweistündigen Gesamtsendung.

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