Solidarisches Netzwerk von Nachbarschaft und Gewerbetreibenden in Berlin-Kreuzberg

Laternenumzug gegen Verdrängung 2021 – Mietbetrug, Börsennotierte Konzerne, AirBnB, Gewerbemietrecht & Kita’s, Zukunft am Ostkreuz, Racial Profiling und viel Musik.

Wie jeden Herbst, seit einigen Jahren nun, wurden dazu erneut nicht nur die sogenannten stadtaktiven Menschen aufgerufen, sondern auch die, die einfach wieder einmal zusammen mit ihren Kindern und Laternen der Dunkelheit in verschiedener Hinsicht trotzen wollten.

Und wie immer kamen sie auch in Scharen mit ihren Lichtern, wenn auch die Gesamtzahl kaum wirklich zu erfassen ist. Und sie sprachen und sangen über ihre Anliegen:
– Wiener Str. 20
– Oppelner Str. 20
– Deutsche Wohnen Enteignen
– AirBnB
– Zukunft am Ostkreuz
– Wrangelkiez United
– Lauratibor
– Kiezanker

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Widerständiger Laternenumzug: Aus Protest gegen Verdrängung wird ein Kiez zum „Kiezdrachen“

Weil Verdrängung nach wie vor ein Geschäftsmodell ist, das nicht einmal vor Kita-Kindern Halt macht, ist auch eine ganz besondere Protestform inzwischen Tradition: Bereits zum siebten Mal bilden beim Laternenumzug Kinder und Erwachsene den funkelnden „solidarischen Kiezdrachen“, der gegen Mietsteigerung und Verdrängung wehrhaft zusammenhält.

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Das 80er Fest

Sicherlich keineswegs ein Grund sich trübem Pessimismus hinzugeben, was den Wunsch nach Lebendigkeit und Erhalt unserer Kieze betrifft, sollte man meinen. Aber Gertrud steht wie nur noch wenige im Kiez für widerständiges Durchhaltevermögen, Lebenswillen und unablässigen Humor. Ähnlich symbolisch für die Authentizität und Zukunft eines Kiezes, wie der letzte inhabergeführte Gemüseladen, das letzte Papiergeschäft oder der letzte kulturelle Ort bis hin zur letzten Tankstelle vor dem Osten.

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Kreuzberger Kiezgeschichte(n:) Öffentliches Wohnzimmer mit Badewanne – die Kollektivkneipe Kuckucksei im Wrangelkiez

In den 80er Jahren hatten die Leute im Wrangelkiez viel selbst zu organisieren und wenig zum Wohnen. Die Instand-Besetzungen von Fabriketagen und teilweise noch bewohnten Häusern, sagt Francois. Die Treber- und Jugend-Hilfe, sagt Wolf-Dieter. Das Straßentheater und Demos am Kudamm (was als sicherer galt, weil die Polizei sich dort das Prügeln nicht traute), sagt Gertrud.

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Medienecho zum Kampf um Kisch & Co

Unterstützung durch Nachbarschaft und Politik: Anwohner*innen, Kneipen- Ladenbetreiber*innen, stadtpolitische Gruppen, Die Linke, die SPD und die Grünen – alle sprechen sich deutlich für den dringend notwendigen Erhalt des Buchladens aus. Entsprechend breite Aufmerksamkeit erlangt die versuchte Verdrängung des Buchladens in den Medien.

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IFG-Anfrage zu den Immobilienfonds Albert und Victoria Immo in Berlin

Die Victoria Immo Properties V Sarl, die 2019 die Oranienstr. 25 kaufte und derzeit den Buchladen Kisch & Co. vor die Tür setzt, hat eine Schwestergesellschaft, die ebenfalls in Berlin investiert: Die auf Wohnen spezialisierte Albert Immo. Auch sie ist ein luxemburgischer Investmentfonds, der eine spezielle luxemburgische Kommanditgesellschaft (SCSp) nutzt, deren Eigentümer*innen nicht im luxemburgischen Firmenregister erfasst werden. In beiden Fällen sind die gleichen drei Anwälte aus der Schweiz/Liechtenstein als Treuhänder für die Investor*innen im Transparenzregister eingetragen. Sie vertreten nach Zeitungsberichten wahrscheinlich die schwedisch-britischen Erben der Tetra-Pak Dynastie:

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Pressemitteilung #Volle Breitseite 21. August 2021 – Kisch & Co. hat neue Räumlichkeiten gefunden

Kurz vor dem anstehenden Räumungstermin am 24. August gibt es jetzt auch gute Nachrichten von und für Kisch & Co.: Die Betreiber*innen haben einen Mietvertrag für neue Räumlichkeiten erhalten. Der seit fast 25 Jahren im Kiez etablierte Buchladen wird ab dem 1. September in der Oranienstraße 32 zu finden sein.

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Das mietenpolitische Dossier 2021 – Wahlprüfstein Gewerbe

Am 9. August des Jahres präsentierte das Initiativenforum das Mietendossier 2021 auf dem Gelände des Hauses der Statistik. In Anlehnung an das erste bereits so genannte Mietendossier von vor 10 Jahren wird erneut die aktuelle wohnungspolitische Situation der Stadt erörtert. Nicht aus Sicht einer Regierung und deren politischen Parteien, sondern zuerst konsequent aus einer Sicht von “Unten”, aus der Sicht der wohnungspolitischen Stadtbewegung, ihrer Initiativen und den Mieter*innen, die hinter diesen stehen.  Stets jedoch im direkt angestrebten Dialog mit der “Politik”. Waren die damaligen Forderungen erfolglos? Dreht sich die wohnungspolitische Frage vielleicht anhand der massiven Profitinteressen nur im Kreis?

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