Solidarisches Netzwerk von Nachbarschaft und Gewerbetreibenden in Berlin-Kreuzberg

Kategorie: Informationsaustausch organisieren

So viele organisierte Hausgemeinschaften in Berlin!

Probleme mit den Vermieter*innen galten viel zu lange als Privatprobleme. Weil aber städtische Verdrängungsprozesse ungebremst voranschreiten konnten, ist das „Mieter*in sein“ heute nicht mehr nur etwas, was zum Leben der meisten Berliner*innen eben dazu gehört, sondern ein politischer Kampfbegriff. Während die Immobilien-Lobby und Politiker*innen eigentumsorientierter Parteien vor Gericht und mit ausgeklügelten PR-Kampagnen versuchen, gegen jeden sozialen Fortschritt in Sachen Mietrecht vorzugehen, organisieren sich immer mehr Berliner Mieter*innen gemeinsam gegen die mächtigen Verwertungsinteressen von Immobilienkonzernen.

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Kurz-Doku zum Fachtag „Wrangelkiez für Alle!“ vom 06.10.2020 im Kiezanker 36

Wegen der schwierigen Situationen im öffentlichen Raum im Wrangelkiez haben 51 Fachtags-Teilnehmer*innen – vor allem aus der Nachbarschaft – am 06.10.2020 im Kiezanker 36 eine Reihe von lokalen Perspektiven diskutiert und gemeinsame Grundhaltungen, Lösungsansätze bzw. dringend benötigte Interventionen erarbeitet.

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Projektantrag: Kiezgeschichten in App und Kiezboxen

Der Kiez bleibt! Weil wir drum kämpfen und einander davon erzählen.

Nachbar*innen erzählen vom Ankommen, vom Anderssein, vom Widerständig-Werden. Ältere und Jugendliche kommen dafür zusammen und bringen die Kiezgeschichten in physische Boxen und in eine App zum Hören und Nachgehen. Basis ist das Kiez-Intranet, für alte und neue Nachbar*innen.

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Volle Breitseite #6 – Oranienstr. 25 / Kisch & Co – Bist du es?

Kisch & Co soll raus. Seit Juni dieses Jahres ist die Buchhandlung Kisch & Co. ohne Mietvertrag, weil die neue Hauseigentümerin, die Luxemburger Victoria Immo Properties V S.à.r.l., auf zahlungskräftigere Gewerbemieter*innen spekuliert. Jetzt soll Kisch & Co endgültig raus – die Räumungsklage ist zugestellt worden. Hinter dem Immobilienfonds stecken u.a. Erb*innen des Tetra-Pak-Vermögens, Mitglieder der milliarden-schweren Rausing-Familie. Auch die Verträge der anderen Mieter*innen, darunter die nGbK und das Museum der Dinge, laufen demnächst aus.

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Karstadt am Hermannplatz / Initiative

Karstadt am Hermannplatz soll abgerissen und ein Neubau nach alten Architektenplänen entstehen. Der Druck auf das Kleingewerbe entlang des Kottbusser Damm’s und an der Karl-Marx-Straße würde sich dramatisch erhöhen.
Rund um den Hermannplatz und das Thema Karstadt hat sich eine Arbeitsgemeinschaft gebildet.

Eine Initiative gegen den Abriss von Karstadt und gegen eine sogenannte „Aufwertung“ des Hermannplatzes erarbeitet Argumenationen und Widerstandskonzepte.

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Gespräch mit Stefan Matthias zum Thema “Obdachlosigkeit und Konflikte im Wrangelkiez. Was hilft?”

Die Konflikte im öffentlichen Raum im Wrangelkiez spitzen sich weiter zu. Nach dem zweiten Nachbarschaft -Austausch zu diesem Thema im Kiezanker 36 vom 03.08.2020 ist klar: die psychische Belastungsgrenze der Anwohnenden ist erreicht. Ein Aushang von Anwohnenden aus der Cuvrystraße ließ andere Nachbar*innen erschrocken aufhorchen. Aus den Formulierungen wird klar: wir, die direkten Anwohner*innen der Cuvrystraße, können nicht mehr! Es reicht uns!

Was ist los im Wrangelkiez? Wie kommt es zu dieser eskalativen Situation? Wie können die (Nutzungs-)Konflikte im öffentlichen Raum verstanden und eingeordnet werden, und was hilft?

Ein Gespräch mit Stefan Matthias. Der ehemalige Pfarrer der Taborkirche ist seit über 30 Jahren in der Obdach-Arbeit im Wrangelkiez aktiv.

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Volle Breitseite für die Oranienstrasse 25 – Verlängerung der Ausstellung in der nGbK

Die Ausstellung in der nGbK Berlin wurde verlängert und ist täglich von 15-20 Uhr zu sehen. Alle ausgestellten Werke von allen Künstler*innen werden gleichwertig in einem einzigen DIN A1 -Buch zusammengeführt. An diesem kann sich jede und jeder weiterhin mit Empörung, Wut, Liebe und Intelligenz beteiligen, auf das es ein Mega-Soli-Buch wider die Ausbeutung unserer Kieze und den Verdrängungsgversuch des Kulturstandortes Oranienstr. 25 wird.

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#Volle Breitseite – Mittwoch, 12. August 2020 – das Programm

Wir protestieren gemeinsam den ganzen Sommer über auf der Straße gegen die Verdrängung von Kisch & Co in der Oranienstraße 25!

Diesmal:
– Ausstellungseröffnung der nGbK Berlin
– Stadtpolitische Vorträge von Berthold Seliger, Matthias Coers und Peter Nowak
– Musikalische Überraschungen, u.a. von „Brezel“ von „Stereo Total“ – zusammen mit dem Kreuzberger Nasenflötenorchester wird ein Kisch & Co-Song welturaufgeführt
– Soli-Siebdruck auf mitgebrachte Materialien
– wie immer: zahlreiche Redebeiträge von stadtpolitischen Gruppen, Raum-Aktivist*innen und Unterstützer*innen aus der Nachbarschaft

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Die Stadt-Abwickler

„Wir bauen die Stadt“ sagt Matthias Groß, Geschäftsführer der Pandion. Genau das machen Unternehmen, die als Immobilienentwickler antreten wie Pandion, Signa, CG oder Edge Technologies in Berlin: Sie bauen eine funktionale, saubere aber vor allem wertsteigernde Stadt. Diese Stadt wird für privaten Investoren geplant und gebaut. Es entstehen Räume und Orte, die nicht primär den Nachbarschaften und ihren Bewohner*Innen dienen, sondern sie funktionieren als Kapitalanlagen. Diese auf den Kapitalmarkt ausgerichteten Immobilienentwicklungen haben großen Einfluss auf die Straßenzüge, Nachbarschaften und Quartiere um die neuen Gebäude herum.

Zwei solcher von Pandion zielgenau entwickelten und bereits an die Deutsche Bank verkauften Wertobjekte stehen unübersehbar an der Prinzenstraße in Berlin Kreuzberg: The Shelf und The Grid. Zwei Bürokomplexe, an der Stelle wo früher Robben und Wientjes Fahrzeuge verlieh. In den beiden Bürokomplexen werden Gewerbeflächen angeboten, deren durchschnittliche Quadratmeterpreise einen neuen Maßstab setzen werden für die Gewerbemieten in Kreuzberg.

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